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Straßen- und Platzgestaltung Markt Untergriesbach
Fakten
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Ort: Markt Untergrießbach
Auftraggeber: Gemeinde Markt
Untergriesbach
Größe: 1.7 ha
Jahr: 2012
Typ: offener Wettbewerb


In Zusammenarbeit mit:
Roland Priester, Institut für Verkehrsplanung, TU München


Text
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Die historische Siedlungsstruktur Untergriesbachs zeichnet sich durch schmale nordsüdlich ausgerichteten Parzellen aus. Der Entwurf nimmt diese historische Struktur auf und verknüpft Seiten des historischen Dorfkerns über die Bundesstraße hinweg.Der Marktplatz wird auf diese Weise als Einheit von Fassade zu Fassade gestärkt. Die Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs wird durch gestalterische und optisch wirksame Maßnahmen gedämpft. Wenige bauliche Eingriffe in Form von Engstellen bremsen den Verkehr aktiv. Eine Baumreihe schafft Aufenthaltsqualität und grenzt den Straßenraum von Einkaufszone und Fußgängerbereichen ab.

Die Fahrbahn wird beidseitig durch breite Pflasterrinnen inKombination mit Flachborden gefasst. Die städtebauliche Struktur ergibt Straßenabschnitte mit unterschiedlichen Charakteren: Von der Einfriedungsmauer der Kirche ausgehend zieht sich der Abschnitt des historischen Ortskerns bis kurz vor den Kindergarten. Die Aufweitung des Straßenquerschnitts markiert hier den Beginn des zweiten Straßenabschnitts mit aufgelockerter und durchgrünter Bebauung mit Vorgärten.

Der sonnige Rathausplatz öffnet sich seinen Besuchern und wird von weit her einsehbar. Der Höhensprung zwischen Rathausvorplatz mit Brunnen und dem Straßenraum wird durch eine Sitzstufenanlage erschlossen. Ein behindertengerechter Zugang erfolgt ebenerdig vom Fußweg über den kleinen Vorplatz mit Infotafeln für Touristen.
Der "Kirchplatz" wird zur Schauseite Untergriesbachs: Eine Sitzmauer rahmt den ebenen Platzbereich vis à vis des Rathausplatzes. Der historische Pranger findet hier einen neuen würdigen Standort und bildet zusammen mit der Kirche ein fotogenes Ensemble. Zweiseitig nutzbare Bänke laden zum Verweilen ein.